MOTIVATION LÄSST SICH NICHT EINFORDERN.

Was die Neurobiologie über Motivation erklärt und warum klassische Motivationsinstrumente oft an Grenzen stossen.

Kaum ein Begriff taucht in Unternehmen so häufig auf wie Motivation. Führungskräfte sollen ihre Mitarbeitenden motivieren, Unternehmen investieren in Anreizsysteme und in vielen Gesprächen stellt sich früher oder später die Frage, wie sich Motivation steigern lässt.

Trotzdem beobachten viele Organisationen eine Realität, die nicht ganz zu diesen Erwartungen passt.

Mitarbeitende erfüllen ihre Ziele, zeigen aber wenig Begeisterung. Teams funktionieren, wirken jedoch erschöpft. Bonusprogramme erzeugen kurzfristige Leistungssteigerungen, verändern aber oft wenig an der eigentlichen Energie oder Identifikation der Menschen.

Je länger ich Organisationen begleite, desto mehr frage ich mich deshalb, ob wir Motivation manchmal am falschen Ort suchen.

Denn die Vorstellung, dass Motivation von aussen erzeugt werden kann, ist tief in vielen Führungsverständnissen verankert. Die Realität des menschlichen Verhaltens ist jedoch deutlich komplexer.

Menschen werden nicht durch Ziele, Boni oder Belohnungen motiviert. Vielmehr entsteht Motivation dort, wo Menschen Sinn erleben, Einfluss nehmen können, Zugehörigkeit spüren und das Gefühl haben, mit ihren Fähigkeiten wirksam zu sein.

Vielleicht lautet die entscheidende Frage deshalb nicht, wie Führungskräfte Menschen motivieren können.

Vielleicht sollten wir vielmehr darüber nachdenken, welche Bedingungen Organisationen schaffen müssen, dass Motivation überhaupt entstehen kann.

Claudia Ledermann

Claudia Ledermann begleitet Unternehmen in den Bereichen Organisationsentwicklung, Führungsentwicklung, Neuroleadership und Veränderungsprozesse.

Zurück
Zurück

GUTE ABSICHTEN ERZEUGEN NOCH KEIN VERTRAUEN.

Weiter
Weiter

DIE MEISTEN FEEDBACKMETHODEN FUNKTIONIEREN NICHT.